Hallo ihr lieben Menschen,
huiuiui... auch schon wieder a weng her, dass ich was gepostet habe. (Bzw. es kommt mir vor allen Dingen sehr lange vor, da in einer Woche doch recht viel passieren kann)
Tja, was gibt's Neues? Ne ganze Menge eigentlich. Fangen wir doch mal bei den kleinen Erkenntnissen an:
- Ich wache mittlerweile nicht mehr mit Beinschmerzen vom Liegen auf! Dass die Matratze in Japan nicht so weich sein würde wie meine superkomfortable und weiche Matratze in Deutschland war mir schon klar. Aber dass dieses Matratzenmonster hier tatsächlich unsichtbare blaue Flecken nur vom Liegen verursacht, hätte ich wirklich nicht gedacht...
- Dafür wache ich nun (mal wieder) mit Husten auf. Meine zweite Erkältung innerhalb von knapp 4 Wochen, das ist schon etwas nervig. Aber dieses Mal ist nicht die Klimaanlage schuld, sondern das lustige lustige Aprilwetter. Im Moment ist es hier meist 2 Tage sehr sonnig und am 3. Tag schüttets wie blöd. Und wenn man an genau dem Tag dann noch einkaufen fahren muss und von oben bis unten nass wird, muss man sich natürlich nicht lange fragen, warum die Gesundheit darunter leidet... (in solchen Situationen sollte man sich in Japan übrigens eigentlich so ne Gesichtsmaske aufziehen, damit man seine Bakterien nicht noch groß weiterverbreitet, bin aber zugegeben kein großer Fan von den Teilen)
- Das Regenwetter hier hat weiterhin noch den Nachteil, dass die Bremsen meines Fahrrads dann anfangen zu quietschen. Aber ansonsten ist es schon toll, dass man hier so ziemlich alles mit dem Fahrrad erledigen kann. Auch wenn man sich manchmal fragt, ob man hier als Radfahrer nicht lebensmüde ist! (im Zickzack um Leute rumfahren; lustige "Safety-Ups", die die Auffahrt auf den Bordstein zu erleichtern und einen dabei trotzdem nen Meter aus dem Sattel heben; zwischen Pfosten durchfahren, durch die ich in meiner Vorstellung eigentlich noch nichtmal zu Fuß durchpassen würde etc.)
- Ich habe endlich herausgefunden, wer um 2 Uhr nachts noch komische gurgelnde Geräusche macht: Es ist mein Kühlschrank!
- Wenn ich kein Fisch essen würde, hätte ich es hier als richtiger Vegetarier echt schwer. Viele Sachen sind entweder mit Fleisch gefüllt oder haben als Zutat irgendeinen Thunfisch-Zusatz. Allgemein aber ist das Essen hier wirklich lecker! Ausführliche Berichterstattung an anderer Stelle...
- Als "Ergänzung" zu meinem recht lockeren Stundenplan bin ich in den ダンス部 (dansubu, etwa "Tanz-Club") eingetreten. Die vorherrschende Tanzrichtung da allerdings ist Hip-Hop, um das mal einzugrenzen. Das Ganze teilt sich dann nochmal in ein paar Unterkategorien auf: Die meisten dort tanzen Hip-Hop (vermutlich das, was man aus Musikvideos so kennt), dann gibts noch Lock (komisches Rumgefuchtel mit den Armen), Robotics und Breakdance... werde ein anderes Mal mehr über das Sportangebot hier berichten (da ich eventuell noch in nen anderen Club eintreten möchte).
- Neben Hip-Hop-Tanz ist außerdem Baseball, Golf, klassische Musik und natürlich Avril Lavigne sehr beliebt!
- In japanischen Werbesendungen reden durchschnittlich drei verschiedene Leute und alles ist japantypisch sehr bunt gehalten. Selbiges gilt für die allabendlichen Quizshows oder was auch immer das genau ist. Aber wirklich praktisch, dass das meiste untertitelt ist! (Selbstverständlich in dicken, bunten Schriftzeichen!)
- Lustige Beobachtung: Jeder japanische Taxifahrer hat hinter dem Beifahrersitz eine Visitenkarte von sich hängen, auf der sein Foto, sein Name und - was sonst? - seine Hobbys drauf sind!
- Japaner sind meines Erachtens nach in sämtlichen Dingen sehr sorgfältig. Das fängt bei Verpackungen an, weil in Japan alles mindestens 2 Mal eingepackt ist (wobei wir hier auch gleich beim Thema übermäßiger Müll wären...) bzw. der Japaner nichts gerne direkt berührt. Das hat aber auch durchaus seine positiven Seiten, zum Beispiel an der Kasse - man kriegt alle seine Waren platzsparend und nach Schwere sortiert in den Einkaufswagen gelegt. Die Leute im 105 Yen-Shop (der japanische 1 Euro-Shop) rechnen sogar den Gesamtpreis im Kopf aus (das meiste kostet ja auch wirklich 105 Yen) und sind damit dann sogar schneller als die Kassiererinnen aus dem ALDI. Großartig!
- last bot not least: Ich habe jetzt eine Gastmutter. An meiner Uni hier gibt es für ausländische Studenten (vorzugsweise Mädchen?) das Angebot, eine japanische Gastfamilie zu bekommen, mit der man sich je nach eigenem Zeitplan trifft oder verschiedene Dinge unternimmt. In meinem Fall trifft eher Gastmutter zu, da das Interesse von der Gastmutter ausgeht, die in ihrer Jugend mal bei einer Gastfamilie in Deutschland gelebt hat und noch mit ein paar Personen in Deutschland (auch Heidelberg) Kontakt hat. Nachdem ich ihr einen gefühlt kleinen Roman geschrieben habe, kam von ihr ein groooßer Roman zurück, den ich stellenweise noch nicht so ganz entziffert habe. Anscheinend hatte sie aber von meiner E-Mail den Eindruck, ich könne sehr gut Japanisch... oh je :) Aber ich freue mich sehr, dass das geklappt hat!
Am Montag fahre ich dann für 5 Tage nach Tokyo, weil da ja die "Golden Week" ist. Golden Week deshalb, weil es in dieser Woche 3 gesetzliche Feiertage gibt und viele Japaner dann meist die gesamte Woche freibekommen. Eigentlich hab ich Dienstag und Mittwoch noch Unterricht, aber ich werde wohl nicht dran sterben, wenn ich die beiden Tage nicht auftauche...
Nach der Woche gibts dann hoffentlich auch wieder Fotos, nicht nur von Tokyo, sondern auch vom Capoeira-Training, weil ich gleich mal die Abada-Gruppe da angehauen hab :)
では、stay tuned!
Kathrin (oder doch Avril Lavigne? Wurde letztens schon wieder mit ihr verglichen)
Donnerstag, 26. April 2012
Donnerstag, 19. April 2012
21 Tage später
21 Days Later - Japan in Zahlen:
- 120 erhaltene SMS
- mehr als 450 Euro ärmer
- 18 Folgen Scrubs angeschaut
- immer noch 163,1 cm groß
- 9424,4 km von zuhause und 9349,8 km von Heidelberg entfernt
- 1 Mukade gesichtet
- 8 Blogeinträge (mit diesem)
- 146 Fotos gemacht
- 2 Sonnenbrände
- unzählige Male gelacht :)
Ole!
Montag, 9. April 2012
Fotos Hanami
| The beginning of the matsuri |
| Affe mit Schal... vielleicht verkaufsfördernd? |
| Seitengasse, nicht ganz so eindrucksvoll wie in Barcelona :) |
| Kirschblüte! |
| Trommlergruppe |
| Männersolo |
| Nur die Frauen |
| Kommt auf dem Bild nicht wirklich so rüber, aber... echt gute Hip-Hop-Tänzer! |
| Und auch die Kleinen! Auch wenn manche etwas verloren auf der Bühne rumstanden ;) |
| nochmal Hip-Hop-Gruppe |
| Schrein in der Nähe vom Bahnhof |
| Ein "glückliches Kind" mit zuvor gewonnenem Wasserballon! ;D |
| Im Park nebenan |
| Gebetstafel? |
| Picknick! |
| Was auch immer die da verkauft haben... ne Art Creme!? |
| Kleines Bambuswäldchen |
| Kleiner Schrein für irgendeine Gottheit vermute ich mal |
| Aussicht auf Tsu |
| Luftballons in den Kirschblüten, woohoo! |
| Yosakoi-Tanzgruppe mit Fahnenschwingern |
| Gut aussehender Fahnenschwinger! Hahaha |
| Noch eine Yosakoi-Gruppe |
| Vielleicht kann man anhand des Gesicht des links stehenden Menschen erkennen, was ich mit "Martial-Arts-Geschrei" meine :D |
| Purikura! |
Hanami/ Matsuri
Ich schon wieder!
Dieses Mal gibt's auch wieder neue Bilder (folgen im nächsten Post).
Ostern wird in Japan, wie man sich vorstellen kann, gar nicht gefeiert (anders als Weihnachten, was wahrscheinlich irgendwie aufgrund seines Kitschs Eingang in die japanische Gesellschaft gefunden hat). Find ich persönlich eigentlich nicht so schlimm, aber das heißt auch, dass man nicht die leckere Osterschokolade kaufen kann und das Kaffeekränzchen bei Oma verpasse ich dadurch leider ebenso. Aber ich bin mir sicher, meinen Anteil am Kuchen haben meine lieben Verwandten auch so mit Bravour weggeputzt, hehe ;)
Statt Ostern ist hier im Moment "hanami", also Kirschblütenschauen, angesagt, da die meisten Kirschbäume mittlerweile in voller Blüte stehen. Hanami heißt, man schnappt sich ne Decke, setzt sich unter die Kirschblütenbäume in einen beliebigen Park und macht Picknick. Oder sitzt und genießt einfach nur die Blüte und die Sonne, denn im Moment ist tatsächlich bestes Wetter: 15-20 Grad, fast blauer Himmel und wenig Wind (was in Tsu ne ziemliche Seltenheit ist, da es ja direkt am Meer liegt)! Sobald die Sonne weg ist, wirds natürlich trotzdem recht schnell kühl, aber tagsüber ist es wirklich traumhaft. Zu Ehren der Kirschblüte (die schon in den ersten schriftlichen japanischen Dokumenten erwähnt wird) gibt es überall im Land "matsuri", eine Art Volksfest zu bestimmten Anlässen. Im Fall von Tsu fand das matsuri gestern (Sonntag) im städtischen Park statt und überall waren Essensstände verteilt, die - natürlich - japanische Spezialitäten angeboten haben. Daneben noch sonstige Buden mit etwas seltsamen Spielen. Und natürlich eine Menge Menschen, sowohl Picknicker als auch andere Besucher.
Zur Unterhaltung gabs eine Bühne, auf der verschiedene Gruppen aufgetreten sind. Als wir (ich war mit 4 deutschen Mädels aus Bochum unterwegs) ankamen, war gerade eine japanische Trommlergruppe dran, danach gabs verschiedene Hip-Hop-Gruppen jeglichen Alters und anschließend noch mehr Yosakoi-Tanzgruppen. Wer sich jetzt wundert, warum ausgerechnet Hip-Hop: Das ist in Japan total beliebt! Und die Kids waren auch wirklich gut, Hut ab...
Yosakoi ist eine japanische Tanzform, in der traditionelle japanische Elemente mit modernen gemixt werden. Das ist ziemlich schwer zu beschreiben... die Tänzer haben zum Beispiel oft kimono-ähnliche Sachen an, aber eben nichts total Traditionelles. So ähnlich läuft das dann auch bei der Musik ab: Japanische Lieder mit traditionellen Instrumenten, aber meist mit Rock-Sound oder nem Beat unterlegt. Das Ganze erinnert manchmal ein bisschen an Kampfsport in tänzerischer Form (nein, ich rede jetzt nicht von Capoeira :D) und zwischendurch geben die Tänzer eben ähnliche Laute von sich, wie man das von Martial-Arts-Filmen kennt. Jede Gruppe hat neben Fahnenschwingern auch nen eigenen Ansager, der dadurch dann Kommandos gibt oder so ähnlich... Klingt komisch? Ich weiß! Falls es euch interessiert, könnt ihr euch ja mal bei Youtube mehr informieren.
Danach wollte ich eigentlich noch was essen, da ich den ganzen Tag lang nicht dazu gekommen war. Leider hatten mit dem Ende der Aufführungen auch sämtliche Stände schon abgebaut, sodass ich leider nichts mehr kaufen konnte, und gebratenen Oktopus wollte ich dann auch nicht unbedingt. Schade, vielleicht nächstes Wochenende dann! Statt japanischem Essen hab ich dann den "Mister Donuts" ausprobiert. War ganz lecker, aber so ein richtiger Donuts-Fan bin ich einfach nicht, von daher werde ich wohl nicht besonders oft da hingehen.
Ab Mittwoch gehen bei mir die Sprachkurse/ Seminare los und seit heute weiß ich auch endlich, welche Veranstaltungen ich besuchen werde. Nachdem der Sprachlevel-Test letzten Donnerstag (ein Test, um dein Japanisch-Niveau herauszufinden und dich in eine der 5 Sprachkurse einzuteilen) bei mir total miserabel war (laut dem hätte ich in den Anfängerkurs gemüsst) und ich daraufhin eine Lehrerin darauf angesprochen hatte, durfte ich den Test heute nochmal wiederholen. Und siehe da, schlagartig waren es knapp 80 Punkte mehr und ich bin jetzt im Medium-Sprachkurs. Ich hab keine Ahnung, was beim ersten Test passiert ist, aber ich denke, mein jetziges Sprachkursniveau ist auf jeden Fall angemessener!
Und um den Bogen zu Ostern zurückzuspannen: Zeitgleich mit meinem Ergebnis hab ich auch die Meldung bekommen, dass ich ein Stipendium bekomme. Yattaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich komme! :D Davon kann ich dann sicher ein paar Euro abzwacken, um mir privates Internet hier zu bestellen und um beispielsweise meiner lieben Schwester ein großes Geburtstagsgeschenk zu kaufen, hahahaha.
So, heute Abend gibt’s dann noch ein Treffen für alle deutschen Auslandssemestler und für Japaner, die Deutsch studieren. Scheint ein bisschen teuer zu werden, da wir uns in einer Bar (Kamayan diesmal) treffen und man dazu verpflichtet ist, das nomihôdai und tabehôdai-Angebot anzunehmen (Na, noch gemerkt? „All you can drink“ und „all you can eat“), weshalb sich das Ganze wohl auf ca. 30 Euro belaufen wird. Ziemlich happig, zumal man sich beim tabehôdai die Speisen nicht aussuchen kann, sondern einfach was vorgesetzt kriegt. Vielleicht kann ich es ja wenigstens so hinbiegen, dass ich nix mit Fleisch bekomme, nachher mal weitersehen.
Euch allen einen schönen Tag, mir kann heute nichts mehr die Laune vermiesen :)
Dieses Mal gibt's auch wieder neue Bilder (folgen im nächsten Post).
Ostern wird in Japan, wie man sich vorstellen kann, gar nicht gefeiert (anders als Weihnachten, was wahrscheinlich irgendwie aufgrund seines Kitschs Eingang in die japanische Gesellschaft gefunden hat). Find ich persönlich eigentlich nicht so schlimm, aber das heißt auch, dass man nicht die leckere Osterschokolade kaufen kann und das Kaffeekränzchen bei Oma verpasse ich dadurch leider ebenso. Aber ich bin mir sicher, meinen Anteil am Kuchen haben meine lieben Verwandten auch so mit Bravour weggeputzt, hehe ;)
Statt Ostern ist hier im Moment "hanami", also Kirschblütenschauen, angesagt, da die meisten Kirschbäume mittlerweile in voller Blüte stehen. Hanami heißt, man schnappt sich ne Decke, setzt sich unter die Kirschblütenbäume in einen beliebigen Park und macht Picknick. Oder sitzt und genießt einfach nur die Blüte und die Sonne, denn im Moment ist tatsächlich bestes Wetter: 15-20 Grad, fast blauer Himmel und wenig Wind (was in Tsu ne ziemliche Seltenheit ist, da es ja direkt am Meer liegt)! Sobald die Sonne weg ist, wirds natürlich trotzdem recht schnell kühl, aber tagsüber ist es wirklich traumhaft. Zu Ehren der Kirschblüte (die schon in den ersten schriftlichen japanischen Dokumenten erwähnt wird) gibt es überall im Land "matsuri", eine Art Volksfest zu bestimmten Anlässen. Im Fall von Tsu fand das matsuri gestern (Sonntag) im städtischen Park statt und überall waren Essensstände verteilt, die - natürlich - japanische Spezialitäten angeboten haben. Daneben noch sonstige Buden mit etwas seltsamen Spielen. Und natürlich eine Menge Menschen, sowohl Picknicker als auch andere Besucher.
Zur Unterhaltung gabs eine Bühne, auf der verschiedene Gruppen aufgetreten sind. Als wir (ich war mit 4 deutschen Mädels aus Bochum unterwegs) ankamen, war gerade eine japanische Trommlergruppe dran, danach gabs verschiedene Hip-Hop-Gruppen jeglichen Alters und anschließend noch mehr Yosakoi-Tanzgruppen. Wer sich jetzt wundert, warum ausgerechnet Hip-Hop: Das ist in Japan total beliebt! Und die Kids waren auch wirklich gut, Hut ab...
Yosakoi ist eine japanische Tanzform, in der traditionelle japanische Elemente mit modernen gemixt werden. Das ist ziemlich schwer zu beschreiben... die Tänzer haben zum Beispiel oft kimono-ähnliche Sachen an, aber eben nichts total Traditionelles. So ähnlich läuft das dann auch bei der Musik ab: Japanische Lieder mit traditionellen Instrumenten, aber meist mit Rock-Sound oder nem Beat unterlegt. Das Ganze erinnert manchmal ein bisschen an Kampfsport in tänzerischer Form (nein, ich rede jetzt nicht von Capoeira :D) und zwischendurch geben die Tänzer eben ähnliche Laute von sich, wie man das von Martial-Arts-Filmen kennt. Jede Gruppe hat neben Fahnenschwingern auch nen eigenen Ansager, der dadurch dann Kommandos gibt oder so ähnlich... Klingt komisch? Ich weiß! Falls es euch interessiert, könnt ihr euch ja mal bei Youtube mehr informieren.
Danach wollte ich eigentlich noch was essen, da ich den ganzen Tag lang nicht dazu gekommen war. Leider hatten mit dem Ende der Aufführungen auch sämtliche Stände schon abgebaut, sodass ich leider nichts mehr kaufen konnte, und gebratenen Oktopus wollte ich dann auch nicht unbedingt. Schade, vielleicht nächstes Wochenende dann! Statt japanischem Essen hab ich dann den "Mister Donuts" ausprobiert. War ganz lecker, aber so ein richtiger Donuts-Fan bin ich einfach nicht, von daher werde ich wohl nicht besonders oft da hingehen.
Ab Mittwoch gehen bei mir die Sprachkurse/ Seminare los und seit heute weiß ich auch endlich, welche Veranstaltungen ich besuchen werde. Nachdem der Sprachlevel-Test letzten Donnerstag (ein Test, um dein Japanisch-Niveau herauszufinden und dich in eine der 5 Sprachkurse einzuteilen) bei mir total miserabel war (laut dem hätte ich in den Anfängerkurs gemüsst) und ich daraufhin eine Lehrerin darauf angesprochen hatte, durfte ich den Test heute nochmal wiederholen. Und siehe da, schlagartig waren es knapp 80 Punkte mehr und ich bin jetzt im Medium-Sprachkurs. Ich hab keine Ahnung, was beim ersten Test passiert ist, aber ich denke, mein jetziges Sprachkursniveau ist auf jeden Fall angemessener!
Und um den Bogen zu Ostern zurückzuspannen: Zeitgleich mit meinem Ergebnis hab ich auch die Meldung bekommen, dass ich ein Stipendium bekomme. Yattaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich komme! :D Davon kann ich dann sicher ein paar Euro abzwacken, um mir privates Internet hier zu bestellen und um beispielsweise meiner lieben Schwester ein großes Geburtstagsgeschenk zu kaufen, hahahaha.
So, heute Abend gibt’s dann noch ein Treffen für alle deutschen Auslandssemestler und für Japaner, die Deutsch studieren. Scheint ein bisschen teuer zu werden, da wir uns in einer Bar (Kamayan diesmal) treffen und man dazu verpflichtet ist, das nomihôdai und tabehôdai-Angebot anzunehmen (Na, noch gemerkt? „All you can drink“ und „all you can eat“), weshalb sich das Ganze wohl auf ca. 30 Euro belaufen wird. Ziemlich happig, zumal man sich beim tabehôdai die Speisen nicht aussuchen kann, sondern einfach was vorgesetzt kriegt. Vielleicht kann ich es ja wenigstens so hinbiegen, dass ich nix mit Fleisch bekomme, nachher mal weitersehen.
Euch allen einen schönen Tag, mir kann heute nichts mehr die Laune vermiesen :)
Samstag, 7. April 2012
Früh kommen, früh gehen!
Yo!
Aus aktuellem Anlass habe ich beschlossen, mal ein bisschen über das japanische Bar-/Partywesen (soweit ich das mittlerweile mitbekommen habe) zu berichten. Ausschlaggebend ist mein gestriger Besuch einer Bar namens „Bazooka“ hier in Tsu, in der ich wohl, wenn ich den anderen glauben kann, noch öfter abhängen werde. Schlichtweg, weil es in Tsu mehr oder minder nur drei Plätze gibt, zu denen man wirklich abends hingehen kann: das Kamayan (die Bar, in der ich gleich am Abend meiner Ankunft noch saß), den Melting Pot (Bar und Club, ist allerdings ein Stückchen weiter weg) und eben das Bazooka. Ich glaube, man hat mir meine Überraschung angemerkt, als ich nach dieser Info nachgefragt habe:
Aus aktuellem Anlass habe ich beschlossen, mal ein bisschen über das japanische Bar-/Partywesen (soweit ich das mittlerweile mitbekommen habe) zu berichten. Ausschlaggebend ist mein gestriger Besuch einer Bar namens „Bazooka“ hier in Tsu, in der ich wohl, wenn ich den anderen glauben kann, noch öfter abhängen werde. Schlichtweg, weil es in Tsu mehr oder minder nur drei Plätze gibt, zu denen man wirklich abends hingehen kann: das Kamayan (die Bar, in der ich gleich am Abend meiner Ankunft noch saß), den Melting Pot (Bar und Club, ist allerdings ein Stückchen weiter weg) und eben das Bazooka. Ich glaube, man hat mir meine Überraschung angemerkt, als ich nach dieser Info nachgefragt habe:
„Kamayan, Melting Pot, Bazooka – das ist alles!?“
- „Jap, mehr gibt’s hier nicht, das ist eben Tsu. Du wirst
dich dran gewöhnen!“
(Also wer denkt, in Heidelberg wäre ab und an nichts los,
war noch nie in Tsu… har har har… Man muss Tsu bzw. Japan an sich aber wirklich
lassen, dass zumindest die Geschäfte an jedem Tag der Woche aufhaben! Also nix
mit Sonntag = Ruhetag.)
Japanisches Barverhalten ist aber übrigens sehr amüsant! Ich
glaube, es lohnt sich schon alleine deshalb in ne japanische Bar zu gehen, um
die Leute dort zu beobachten :D Als ich gestern in diese Bar kam, kam mir
erstmal ein Geräuschpegel sondersgleichen entgegen. Auf Nachfrage hab ich dann
erfahren, dass das der Tennisclub der Mie Universität war, der wohl irgendwas
zu feiern hatte. Jedenfalls lautet das Motto von Japanern, die in eine Bar
gehen: Nicht reden, trinken! Der ganze Spaß besteht also darin, dass man sich
die ganze Zeit Drinks bestellt und sich gegenseitig lautstark anfeuert, das
Glas auf ex leerzutrinken. Die Anzahl der Drinks ist dabei kein Problem, weil
in Japan das „Flatratesaufen“ anscheinend recht verbreitet ist (auf japanisch:
nomihôdai 飲み放題, "all you can drink"). Man kann sich jetzt allerdings fragen, ob sich das
für Japaner wirklich lohnt, denn: Nach 1 Stunde müssen sich schon einige an der
Wand abstützen, die ersten kotzen und spätestens nach 2 Stunden zieht der ganze
Trupp eher weniger elegant auch schon wieder ab und nur der „harte Kern“ bleibt
da.
Also: Früh kommen, früh gehen! (Und dabei jede Menge
verkotzte Eimer hinterlassen, mjam mjam mjam…)
Ich persönlich hab mich gestern da doch besser geschlagen.
Wir sind um 3 Uhr nachts dann abgezogen und sind dann noch in so ne Art
japanisches Fast-Food-Restaurant gegangen. Viel Auswahl gabs für Vegetarier
zwar nicht, aber nach einem alkoholreichen Abend ist Reis und Gemüsesuppe echt
nicht übel! Bin heute Morgen nichtsdestotrotz ein wenig verkatert aufgewacht,
aber hab den Abend im Gegensatz zu anderen wenigstens mit Würde beendet. Und
meinen zukünftigen Friseur in Japan klargemacht, hahahaha.
Auf der Party letzte Woche Samstag war’s zwar nicht ganz so
lautstark, aber auch da hingen die Japaner irgendwie nur im Barbereich statt
auf der Tanzfläche rum (hab ja schon darüber geschrieben). Ich glaube aber,
wenn Japaner mit Freund oder Freundin unterwegs sind, benehmen sie sich nicht
so hirnlos wie in der Meute. Soll heißen: keine Schnapsleichen, eher blöde
Sprüche ;)
Nunja, soviel zu Bar- und Partyverhalten von Japanern
erstmal. Werd nachher noch ein wenig spazieren gehen (ist zwar wie immer sehr
windig, aber strahlender Sonnenschein und recht angenehm) und ein wenig
Japanisch lernen, da ich am Montag den Sprachtest nochmal machen werde, weil
ich mit dem Ergebnis von diesem am Donnerstag nicht zufrieden bin. Morgen geht’s
dann entweder nach Nagoya, der nächstgelegenen Großstadt hier (da gibt’s auch
ne Abada-Gruppe :>) zum Kirschblütenschauen (japanisch „Hanami“) oder ich werd
mal im Onsen (Thermalbad) und abends mal noch im Supermarkt vorbeischauen, da
man mir heute gesagt hat, dass sonntags kurz vor Ladenschluss Früchte besonders
billig seien. Billiges Gemüse gibt’s immer dienstags, ich hoffe, ich kann da
noch die einen oder anderen Sachen abstauben, ohne beim Anblick des Preises vom
Glauben abzufallen.
Demnächst mehr, unter anderem zu japanischer Mülltrennung
(interessant, aber aus deutscher Sicht auch irgendwie seltsam), dem Angebot von
der Uni und japanischem Essen! Und natürlich meinem bescheidenen Alltag hier!
Dienstag, 3. April 2012
Erkenntisse aus Japan Teil I
Hallo ihr Lieben,
im Moment ist richtig mieses Wetter und ich nutze die Zeit, um ein paar Erkenntisse über die Eigenheiten dieses Landes aufzuschreiben. Besser gesagt: Im Moment ist Sturm mit vereinzelt Regen! Ich hoffe, die Bäume vor meinem Fenster bleiben brav da stehen, wo sie sind, mein Fahrrad liegt nämlich bereits...
Naja, jedenfalls folgt jetzt mein Best of Teil I!
im Moment ist richtig mieses Wetter und ich nutze die Zeit, um ein paar Erkenntisse über die Eigenheiten dieses Landes aufzuschreiben. Besser gesagt: Im Moment ist Sturm mit vereinzelt Regen! Ich hoffe, die Bäume vor meinem Fenster bleiben brav da stehen, wo sie sind, mein Fahrrad liegt nämlich bereits...
Naja, jedenfalls folgt jetzt mein Best of Teil I!
- Mein Internet ist fürchterlich langsam, da ich das Uninetz benutze und vor allem am Wochenende wahrscheinlich die ganze Uni online ist und der traffic dementsprechend gedrosselt wird… weitere Faktoren: andere Aktivitäten auf meinem Computer, schlechtes Wetter, random reasons… Am Ende doch noch eigenen Internetanschluss für 27 Euro im Monat kaufen!?
- Japaner tanzen in Clubs oft überhaupt nicht, aber diejenigen die tanzen, kommen sich unglaublich cool vor
- Id est: Auch Japaner sind dieselben Aufreißer wie in Deutschland :)
- Ich sehe aus wie Avril Lavigne (ähm ja… nicht, liebe Japaner)
- It’s freezing! Die ersten paar Nächte hab ich mich wirklich frierend ins Bett gelegt und bin immer noch frierend aufgewacht.
- Mein Prepaid-Handy hat einen standardmäßig eingestellten Porno-Klingelton
- Eine Un-… Eigenart der Japaner: Fahrräder, die über Nacht im Abstellverbot stehen, werden am nächsten Morgen gepackt und alle zu einem lustigen Fahrradhaufen zusammengeworfen. Weniger lustig, wenn das einem schon am 3. Tag passiert und das eigene Fahrrad ganz unten liegt… Bilder folgen!
- Ich hab gestern ein japanisches Bankkonto eröffnet, das ich, sofern ich nicht noch plötzlich ein Stipendium kriegen sollte, ÜBERHAUPT NICHT BRAUCHE!!!
- Klimaanlage macht krank *hust*
- Das Toilettenpapier ist so dünn, ich könnte schwören, dass man sogar meine Adern sieht, wenn ich die Hand darunter halte…
- Reis ist unglaublich teuer. Kein Wunder war Reis mal die Währung!
- Linksverkehr ist eine ganz blöde Erfindung
- Keine herunterklappenden Kinnladen mehr, wenn ich sage, dass ich 21 bin. Strike!
- Summa summarum: Ich bin immer noch die Jüngste hier! :D
First impressions
| Vorglühen auf Japanisch! |
| Waschkommode oder so |
| Jap, ein Besen mit scary face! |
| Wäschekorb, Regal, Kühlschrank, Schrank |
| Schuhfriedhof |
| Die Mehrwertsteuer wird separat ausgewiesen. Sonst hätte ich wohl 10 Yen gespart... |
| Winke winke! Und danke an mein Schwesterherz dafür :* |
| Aussicht aus meinem Fenster |
| Schlafstatt und Arbeitsplatz |
| Dünn, dünner, japanisches Klopapier |
| der "Meerfluss" durch Tsu |
| ein Seven Eleven (Conveniant Store) |
| Man beachte die rosa Socken! |
| Umi! |
| Der STrand von Tsu aus der anderen Richtung gesehen |
| :) |
| Mein Prepaidhandy samt Katzengebammsel. Ich glaube, ich werde die Katze "Johnny" nennen, hehehe... |
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